Die Ignoranz und Überheblichkeit mit welcher SPD und CDU den geäußerten Bedenken der KOWO Mieter begegnen zeigt, wie weit diese beiden Parteien von den Problemen und Sorgen der Menschen entfernt sind.

Auch wenn es sich bei den Stadtwerken sicher nicht um einen gewinnmaximierenden Heuschreckenkonzern handelt, müssen sie unter dem Strich natürlich rentabel arbeiten. Das fordern kommunales Recht und letztendlich auch der Stadtrat.

Schon in den letzten Jahren kam es zur Vermeidung von Verlusten zu Erhöhungen bei Strom, den Fahrtentgelten für Busse und Bahnen oder den Müllgebühren. Bei immer weiter steigenden Kosten und Mindereinnahmen z.B. durch die BUGA2021, eine dritte Schwimmhalle aber auch bei der Multifunktionsarena ist es nur logisch, dass perspektivisch auch die Einnahmen der KOWO steigen müssen, um die Bilanz des Gesamtkonzerns auszugleichen. Auch die dringend notwendigen Sanierungen in Millionenhöhe müssen schließlich finanziert werden.

Wer den Menschen etwas anderes erzählt, weiß es nicht besser oder spielt bewusst mit Falschaussagen.

Ein Verkauf der KOWO würde überhaupt nur Sinn machen, wenn der Weg für den geplanten Eigenbetrieb frei wäre, hierfür fehlt aber jegliches Signal des Oberbürgermeisters. Fehlt letztendlich sogar die Genehmigung des Landesverwaltungsamtes? Sollte der Eigenbetrieb nicht kommen, würden die Verkaufserlöse einmalig im städtischen Haushalt versumpfen und wahrscheinlich nicht 1,00 Euro in Schulen fließen.

Ein klares Konzept mit Zeitschienen und ein über Jahre ausgelegtes Investitionsprogramm und Finanzierungskonzept sind die wesentlich nachhaltigeren und vor allem seriösen Wege zu sanierten und neugebauten Schulen. Mit Mut ja aber ehrlich und realistisch.  

Daniel Stassny