Auch zur letzten Stadtratssitzung vor der Wahl am 26.05.2019 unterbreiten wir unseren Kolleginnen und Kollegen im Stadtrat einen Vorschlag für mehr Bürgerbeteiligung und Bürgerinformation. Online-Meldeforum, unsere Mitarbeiter im Trialog „Bürgerbeteiligung“ und die Begleitung des Schülerparlaments sind nur einige Beispiele unseres Engagements. Nun schlagen wir ein zentrales und gut erreichbares Informationszentrum vor. Als Ort können wir uns gut die derzeit leerstehenden Räume im städtischen Fischmarkt 11 vorstellen.

Diese exponiert liegenden Räumlichkeiten können bei entsprechender Gestaltung und durch Nutzung moderner Medien zu einem echten Bürgerinformationszentrum im Herzen unserer Stadt entwickelt werden. Durch mehrere Straßenbahnlinien gut erreichbar und inmitten der Innenstadt baut man sämtliche Barrieren ab, welche BürgerInnen momentan davon abhalten sich stärker in den Beteiligungsprozess einzubringen. Die späten Reaktionen auf Baumfällungen oder der Sanierung der Allerheiligenstraße zeigen, dass in der Kommunikation zwischen Stadtverwaltung, Stadtrat und Bürgerschaft eklatante Mängel bestehen.

Ein solches Zentrum mitten in der Stadt, kann zukünftig das Empfinden der BürgerInnen abschwächen, dass sich Stadtverwaltung und Stadtrat mit ihren Entscheidungen verstecken und Informationen nur zu bürgerunfreundlichen Öffnungszeiten und an ungünstig gelegenen Orten abrufbar sind.

Der Service, BürgerInnen frühzeitig zu informieren, bietet auch der Verwaltung wesentliche Vorteile. Frühzeitig kann sie auf Anregungen und Wünsche der Bevölkerung eingehen. Teure und zeitintensive Nachplanungen, wie etwa beim Zick-Zack-Weg, können so zukünftig vermieten werden. 

Daniel Stassny